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Portion Senf dazu?

Die Bücherei St. Lamberti bloggt

Monat

November 2016

Augen oder Ohren?

buchwurm-betsi

Lieblingsort und Lieblingsstellung beim Lesen waren ja kürzlich hier schon Thema, jetzt geht es um die Frage mit den Augen oder auf die Ohren? Bücher, egal welchen Genres und welchen Inhalts kann man bekanntlich auf verschiedene Art konsumieren.

Da ist erst einmal die Methode, die wir dem Herrn Gutenberg zu verdanken haben (nicht zu verwechseln mit dem Herrn, in dessen Namen ein „t“ mehr vorkommt, und der die Methode „copy und paste“ populär machte), der vor über 550 Jahren mit der Erfindung des Buchdrucks die Bildungschancen aller Bevölkerungsschichten revolutionierte.

Johann Gensfleisch, so sein Geburtsname, wird sich zu Lebzeiten wohl kaum vorgestellt haben können, wieviel Abermilliarden Bücher in den letzten Jahrhunderten gedruckt wurden.

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Spekulatius gegrillt

 

weihnachtskasper-2Wenn nach der Freibadsaison die Schwimmsachen gerade mal trocken geworden sind, liegen in den Supermarkt-Regalen die ersten Weihnachtsplätzchen. Daran haben wir uns inzwischen (fast) gewöhnt. Bestimmt gibt es irgendwo schon den Trend, an lauen Spätsommerabenden Spekulatius auf den Grill zu legen, er ist an mir zum Glück vorbei gegangen. Und wer gerne Lebkuchen isst, dessen Schokoladenüberzug in der Sonne schmilzt, nun denn. Aber es gibt Fragen zu der weihnachtlichen Vorsaison, auf die ich einfach eine Antworten finde.

Vom ersten Dezember bis Heiligabend sind es bekanntlich 24 Tage und so viele Türchen/ Säckchen/Päckchen hat jeder Adventskalender. Mit anderen Worten: Es ist vorgesehen, ab dem 1. Dezember täglich etwas dem Adventskalender zu entnehmen, um entweder die Wartezeit auf Weihnachten angenehmer zu machen oder die Spannung zu erhöhen. Was bitte macht man denn nun mit den Adventskalendern, die im Oktober bereits zum Verkauf angeboten werden? Also nicht die, die mit liebevollen, zeitaufwändigen und nicht immer geschmacksicheren Hand- und Bastelarbeiten befüllt werden, da ist eine mehrwöchige Vorlaufzeit oft sinnvoll. Nein, ich meine, die die mit Täfelchen billiger Schokolade zu Mondpreisen gefüllt sind, oder in denen überteuerter Plastik-Schnickschnack besondere Spannung vorgaukelt.

Welche Eltern haben denn die Nerven, ihren Kindern sechs Wochen lang zu erklären, dass der Adventskalender, der nach dem Kauf nicht kindersicher genug versteckt war, oder schlimmer noch, schon an der Wand hängt, angeguckt, aber nicht angefasst werden darf? Oder gibt es drei Adventskalender, damit drei Mal 24 Tage lang jeder Morgen mit einer adventlichen Überraschung beginnt? Auf die pädagogisch richtige Erklärung, warum damit nach Heiligabend dann Schluss sein muss, wäre ich ja mal gespannt.

Das gleiche Spiel mit Nikoläusen. Alleine, dass es dieses Wort in der Mehrzahl gibt, stimmt mich vor dem Hintergrund der ursprünglichen Bedeutung des Nikolaus-Tages nachdenklich. Die ersten Exemplare, die zum Verkauf stehen, werden in manche Jahren am besten im Kühlschrank gelagert, da Schokolade bekanntlich einen recht niedrigen Schmelzpunkt hat. Mal abgesehen davon, dass auch hier Qualität und Preis oft in einem erheblichen Missverhältnis stehen, gibt es irgendjemandem, dem Schokolade in Hohlform so viel besser schmeckt als die Tafel, dass man nicht bis um Dezember warten kann? Ob möglicherweise das Ritual des Kopf Abbeißens eine Rolle spielen könnte, möchte ich jetzt nicht weiter erörtern.

Und jetzt behaupte bitte keiner, der Handel sei daran schuld, das vorweihnachtliche Rituale seit Jahren einer neuen Zeitrechnung folgen. Lägen Adventskalender und Nikoläuse im Spätsommer oder Frühherbst wie Blei in den Supermarkt-Regalen, würden sie nicht angeboten. Gut, jede/r so, wie er/sie mag. Nur, ob man Kindern mit diesem Trend einen Gefallen tut bezweifle ich stark – sehr stark.

Und jetzt lehne ich mich zurück und warte darauf, wer in meiner Nachbarschaft den Wettbewerb um das bunteste, kitschigste mit meterlangen Lichterketten und flackernden Sternen in Neonfarben dekorierte Küchenfenster gewinnt. Und vor allem, wer es als Erster präsentiert.

Nachtrag: Per Zufall las ich im Netz, dass in Elternforen ernsthafte Diskussionen darüber geführt werden, wie Adventskalender für Babys im Alter von drei bis sechs Monaten (!) bestückt werden sollen. Ich schweige. Besser ist das.

fl

Im Bett, ja oder nein?

bucher-am-bett

An dieser Stelle soll es jetzt mal um Lieblingsstellungen gehen. Um Lieblingsstellungen beim Lesen selbstverständlich, schließlich ist das hier ja ein Büchereiblog. Ich entschuldige mich jetzt schon mal bei all denjenigen, die hier gelandet sind, weil sie sich etwas anderes vorgestellt hatten, als sie dem Hashtag folgten. In aller Form und mit einer gewissen Schadenfreude, Sorry.

Da ist ja zunächst mal die wichtige Frage, an der sich die Geister scheiden: Lesen im Bett oder nicht? Die Antworten reichen von „Immer“ bis zu „Geht ja gar nicht“ und werden manchmal mit großer Überzeugungskraft vorgetragen. Ich, beispielsweise gehöre zu den eingeschworenen Anhänger/innen des im Bett Lesens. Ich kann nichts dafür, das ist vererbt.

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